bannkata.gif (18081 Byte)

 

Mit Muskeln Geld sparen

Risiko bei Roh- und Ausbau- und Selbstbauhäusern liegt vor allem im Überschätzen der eigenen Fähigkeiten

Es gilt zunächst, die verschiedenen Typen zu unterscheiden:

1. Rohbauhaus
2. Ausbauhaus
3. Selbstbauhaus / Selbstbausystem

Als Rohbauhaus wird in der Regel der Rohbau mit Dachstuhl, Unterdach und Klempnerarbeiten angeboten.

Es fehlt dabei die Wärmedämmung im Dach und teilweise die Wärmedämmung in der Außenwand. Ebenfalls nicht vorhanden sind Innenwände. Manchmal müssen auch noch Geschossdecken geschlossen werden.

Ausbauhäuser enthalten laut Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV) weitere Bauleistungen. Ausbauhäuser werden zumeist von Fertighausfirmen errichtet. Normalerweise wird die Haushülle (fertige Außenwände, Fenster, Haustür und Dach) in jedem Fall komplett erstellt. Das, was man für den Grundpreis erhält, umfasst jedoch nur einen Teil des Innenausbaus, wie z.B. die Geschossdecken, Treppen, Beplankung der Innenwände usw.
Um die Heizung, Sanitär- und Elektroinstallation, den Estrich, die Malerarbeiten usw. muss sich der Bauherr je nach Ausbaustufe selbst kümmern oder aber für die Bereitstellung des Materials und Ausführung durch die Fertighausfirma extra bezahlen.

Ausbaupakete beinhalten nach Gewerken sortiert das zum Innenausbau notwenige Material, wie z.B. Bausätze für Heizung und Elektroinstallation oder das Dämmmaterial. Gegen Aufpreis übernehmen die Firmen evtl. auch den Einbau. Manchmal sind einige Ausbaupakete im Grundpreis inklusive.

Auf jeden Fall sollten Sie genau nachfragen.

Für handwerklich geübte, die Ihren Hausbau lieber mit Verwandten und Nachbarn komplett in die eigene Hand nehmen wollen, ist sicher ein Selbstbausystem interessant.

Hier übernimmt der Bauherr den Roh- und Innenausbau selbst. Bausatzanbieter verkaufen ihr selbstbaugeeignetes Material und das dazugehörige Know-how. Die Materialien sind vielfältig:
Massiv gebaut wird mit leichtgewichtigen Plansteinen;
Holzhäuser entstehen in der Blockbohlenbauweise.
Ein Mauerwerk, bei dem Dämmung und Aussteifung voneinander getrennt sind, ist das Grundprinzip der Schalungssteine aus zementgebundenen Holzspänen, Styropor und ähnlichen Materialien. Sie werden mit Beton vergossen und enthalten so die notwendige Stabilität.

Im Leistungsumfang enthalten ist das gesamte Material für den Rohbausatz, meist inclusive Montage des Dachstuhls. Bodenplatte und Keller(bausatz) sind wie immer extra zu bezahlen.

Planung, Statik, Bauleitung und Baubetreuung sollten auf jeden Fall im Bausatzpreis enthalten sein.

Der Innenausbau wird von den Anbietern mit Aufpreis pflichtigen Ausbaupaketen unterstützt.

 

Hinweis:

In welcher Form Eigenleistungen am Bau erbracht werden, hängt von Ihren handwerklichen Fähigkeiten, dem Zeitbudget und Ihrem Nervenkostüm ab. Wägen Sie ab, was sich wirklich lohnt und schätzen Sie Ihr handwerkliches Können selbstkritisch ein. Es gibt Arbeiten mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad, die mehr oder weniger Kraftaufwand erfordern und Arbeiten, bei denen Sie Hilfe brauchen.
So sind mit etwas Übung Maler- und Tapeziererarbeiten oder das Anbringen einer Wärmedämmung relativ problemlos zu erledigen. Anders sieht das beim Verlegen von Fliesen oder beim Einbau von Türen und Fenstern aus.
Haustechnische Installationen sollten von Profis betreut und abgenommen werden.

Selbst wenn alles, was möglich ist in Eigenregie ausgeführt wird, können maximal 30 Prozent der Baukosten eingespart werden.
Um z.B. ein komplettes Bausatzhaus mit ca. 100 Quadratmetern Wohnfläche zu erstellen, müssen Sie mehr als 1000 Arbeitsstunden ansetzen. Das bedeutet, neun Monate lang jeden Werktag drei sowie Samstags zehn Stunden anpacken.

Schauen Sie sich bei allen Systemen möglichst Musterbaustellen an und sprechen Sie mit den Bauherren. Verweigern Anbieter dieser Systeme die Herausgabe von Adressen, vergessen Sie die Zusammenarbeit.

zurück zum Seitenanfang
zurück zur Übersicht
zurück zur Homepage