| Mit Muskeln
Geld sparen Risiko bei Roh- und Ausbau- und Selbstbauhäusern liegt vor allem im Überschätzen der eigenen Fähigkeiten Es gilt zunächst, die verschiedenen Typen zu unterscheiden: 1. Rohbauhaus Als Rohbauhaus wird in der Regel der Rohbau mit Dachstuhl, Unterdach und Klempnerarbeiten angeboten. Es fehlt dabei die Wärmedämmung im Dach und teilweise die Wärmedämmung in der Außenwand. Ebenfalls nicht vorhanden sind Innenwände. Manchmal müssen auch noch Geschossdecken geschlossen werden. Ausbauhäuser enthalten laut
Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV) weitere Bauleistungen. Ausbauhäuser
werden zumeist von Fertighausfirmen errichtet. Normalerweise wird die Haushülle (fertige
Außenwände, Fenster, Haustür und Dach) in jedem Fall komplett erstellt. Das, was man
für den Grundpreis erhält, umfasst jedoch nur einen Teil des Innenausbaus, wie z.B. die
Geschossdecken, Treppen, Beplankung der Innenwände usw. Ausbaupakete beinhalten nach Gewerken sortiert das zum Innenausbau notwenige Material, wie z.B. Bausätze für Heizung und Elektroinstallation oder das Dämmmaterial. Gegen Aufpreis übernehmen die Firmen evtl. auch den Einbau. Manchmal sind einige Ausbaupakete im Grundpreis inklusive. Auf jeden Fall sollten Sie genau nachfragen. Für handwerklich geübte, die Ihren Hausbau lieber mit Verwandten und Nachbarn komplett in die eigene Hand nehmen wollen, ist sicher ein Selbstbausystem interessant. Hier übernimmt der Bauherr den Roh- und Innenausbau
selbst. Bausatzanbieter verkaufen ihr selbstbaugeeignetes Material und das dazugehörige
Know-how. Die Materialien sind vielfältig: Im Leistungsumfang enthalten ist das gesamte Material für den Rohbausatz, meist inclusive Montage des Dachstuhls. Bodenplatte und Keller(bausatz) sind wie immer extra zu bezahlen. Planung, Statik, Bauleitung und Baubetreuung sollten auf jeden Fall im Bausatzpreis enthalten sein. Der Innenausbau wird von den Anbietern mit Aufpreis pflichtigen Ausbaupaketen unterstützt.
Hinweis: In welcher Form Eigenleistungen am Bau erbracht werden,
hängt von Ihren handwerklichen Fähigkeiten, dem Zeitbudget und Ihrem Nervenkostüm ab.
Wägen Sie ab, was sich wirklich lohnt und schätzen Sie Ihr handwerkliches Können
selbstkritisch ein. Es gibt Arbeiten mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad, die mehr
oder weniger Kraftaufwand erfordern und Arbeiten, bei denen Sie Hilfe brauchen. Selbst wenn alles, was möglich ist in Eigenregie ausgeführt
wird, können maximal 30 Prozent der Baukosten eingespart werden. Schauen Sie sich bei allen Systemen möglichst Musterbaustellen an und sprechen Sie mit den Bauherren. Verweigern Anbieter dieser Systeme die Herausgabe von Adressen, vergessen Sie die Zusammenarbeit. |
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