| Brennwert bringt
Wärme Vier Tipps: Was wichtig ist vor dem Heizungskauf
Wer sich eine neue Heizungsanlage kaufen will oder muss, der sollte wissen, was sich
hinter Begriffen wie Heizwert oder Brennwert, Nennleistung oder Nutzungsgrad verbirgt.
Denn nur so kann ein Laie die Daten der Angebote richtig bewerten.
Vor einer Entscheidung zum Kauf sollte man mit einem Heizungsfachmann sprechen und das
geeignete Gerät auswählen. Experten der Heiztechnik haben die wichtigsten Fachbegriffe
erläutert.
- Nennleistung
gibt die Wärmeleistung eines Heizkessels in
Kilowatt an. Die Wärmeleistung sollte so bemessen sein, dass sie den Wärmebedarf des
Gebäudes an den kältesten Tagen des Jahres inklusive den Warmwasserbedarf abdecken kann.
Ältere Heizungsanlagen wiesen häufig unnötig hohe Leistungsreserven auf, die zu einem
entsprechend hohen Verbrauch führen.
- Wie viel Wärmeenergie ein Kessel tatsächlich nutzt, lässt sich an der Höhe des Nutzungsgrades ablesen. Dabei ist zu bedenken, dass
Heizkessel nicht die gesamte bei der Verbrennung freigesetzte Energie für Wohnraumheizung
oder Warmwasserbereitung verwerten können. Ein Teil geht beispielsweise durch das
Auskühlen des Kessels im Stillstand verloren.
- Heizwert gibt jene Menge an Wärmeenergie an, die bei der
Verbrennung von einem Kubikmeter Erdgas frei wird. Dabei wird nicht berücksichtigt, wie
viel Wärmeenergie mit den Abgasen durch den Schornstein verloren geht.
- Dagegen bezeichnet der Brennwert die gesamte nach der
Verbrennung zur Verfügung stehende Wärmeenergie. Er umfasst also den Heizwert und die in
der Abwärme enthaltende Wärmeenergie. Deshalb liegt der Brennwert immer höher als der
Heizwert: bei Heizöl um sechs Prozent, bei Erdgas sogar um elf Prozent, wie die
Heiz-Experten wissen.
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