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Baugeld wird teurer

Beunruhigende Signale für künftige Immobilienkäufer

Seit Mitte Mai 1999 steigen die Zinsen – langsam, aber stetig. Bei zehnjähriger Festschreibung kostet ein Hypothekendarlehen derzeit 1,0 Prozent mehr als im Februar dieses Jahres im "historischen Zinstief" von 4,75 Prozent. Das entspricht einer Preissteigerung von über 20 Prozent.

"Schon diese jüngsten Zinssteigerungen hatten für den Häuslebauer spürbare Folgen", warnt ein bekannter Immobilienmakler aus Frankfurt. Bei einer durchschnittlichen Kreditaufnahme für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen von 400.000 Mark erhöht sich das Darlehen um jährlich 4.000 Mark. Bei zehn Jahren Laufzeit seien das immerhin 40.000 Mark Mehrkosten. Fraglich bleibt nach Auffassung von Experten, ob die Zinsen in naher Zukunft wieder die Rekordmarken früherer Jahre erreichen. Die waren für Bauherren bisweilen erschreckend hoch. 1990/91 etwa mußten sie bei zehnjähriger Laufzeit deutlich über neun Prozent Zinsen für ihr Darlehen bezahlen, 1982 waren es gar zehn Prozent. einen Anstieg auf dieses Rekordniveau sehen die meisten Fachleute im Moment noch nicht. "Wir rechnen mit keiner deutlichen Zinswende nach oben".

"Den historischen Tiefstand vom Februar/März 1999 werden wir aber nicht wieder erreichen", sagt ein Fachmann der Deutschen Hypothekenbank. "Wer sich zum Kauf oder Bau eines eigenen Zuhauses entschlossen hat, sollte nun schnellstmöglich die Finanzierung sichern. Das Warten auf bessere Zeiten kann nämlich ziemlich teuer werden."

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